15.10.19
Rentnerpaar freut sich über ein Lottogewinn

So profitieren Kinder und Partner vom Lotto-Gewinn

Den Tag, an dem man den Lotto-Jackpot knackt, vergisst man wahrscheinlich nie. Endlich werden Träume wahr: ein neues Auto, eine Weltreise oder die lang ersehnte Eigentumswohnung. Da Glück bekanntlich das einzige ist, was größer wird, wenn man es teilt, verschenken Lotto-Gewinner gerne etwas von ihrem Vermögen. Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten.

Wann die Schenkungssteuer fällig wird

Auch wenn man einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schaut – ein Blick auf die Schenkungssteuer hilft auf jeden Fall, unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Diese Steuer kann fällig werden, wenn man seinem Partner, dem eigenen Kind oder einem Freund eine größere Summe Geld überlässt. Zum Beispiel einen stattlichen Anteil seines Lotto-Jackpots.

Wieviel Steuer bezahlt werden muss, richtet sich nach dem Wert des Geschenks und auch nach dem Verwandtschaftsgrad zwischen Schenker und Beschenktem. Es gilt: Je enger der Verwandtschaftsgrad, desto niedriger die Schenkungssteuer.

 

Freibeträge beachten und Steuern sparen

Das liegt an den unterschiedlich hohen Freibeträgen: Ehepartner und eingetragene Lebenspartner müssen Schenkungen bis zu einer Höhe von 500.000 Euro nicht versteuern. Bei Kindern und Enkeln, deren Eltern bereits verstorben sind, sowie für Stief- und Adoptivkinder liegt die Obergrenze bei 400.000 Euro. Für Enkel, deren Eltern noch leben, sowie Urenkel gilt ein Freibetrag in Höhe von 200.000 Euro. Für Geschwister und Nichtverwandte sinkt der Freibetrag auf 20.000 Euro. Die Schenkungssteuer für Summen jenseits dieser Freibeträge liegt immerhin zwischen 7 und 50 Prozent – je nachdem in welcher Steuerklasse der Beschenkte ist.

Wie lässt sich die Schenkungssteuer vermeiden?

Die geltenden Freibeträge lassen sich voll auszuschöpfen, in dem man eine größere Summe nicht auf einmal verschenkt. Wer zum Beispiel dem Ehepartner 1 Million Euro vom eigenen Lotto-Gewinn geben möchte, kann zunächst 500.000 Euro verschenken, ohne dass Steuern fällig werden. Nach zehn Jahren darf der Ehepartner den Freibetrag von 500.000 Euro erneut voll ausschöpfen.

Ein weiteres Sparmodell bietet der sogenannte Zugewinnausgleich bei Ehepartnern. Wenn ein Partner im Lotto gewinnt, der andere aber nicht, dann kann in einem Ehevertrag die Gütertrennung vereinbart werden. In diesem Fall wird der „Zugewinn“, also der gewonnene Jackpot, auf beide Partner aufgeteilt. Bis zur Hälfte des Gewinns gehen dann steuerfrei an den Ehepartner. Der einzige Wermutstropfen dabei: Lebten die Partner schon vor dem Gewinn des Jackpots in Gütertrennung, greift diese Regelung leider nicht.

Auch ein guter Tipp: Gemeinsam tippen

Lottogewinne sind in Deutschland steuerfrei. Das gilt auch für Gewinne von Tippgemeinschaften bei Tipp24, bei denen der gemeinsam gewonnene Jackpot gleichmäßig untereinander aufgeteilt wird. Da kein Geld verschenkt wird, fällt auch keine Schenkungssteuer an. Wenn nur ein Name auf dem Tippschein steht empfiehlt es sich allerdings vor Tippabgabe schriftlich festzuhalten, wer genau zur Tippgemeinschaft gehört und wie das Geld im Gewinnfall aufgeteilt wird.


Cindy

Cindy

Cindy ist selbst eingefleischter Lotto-Fan. Nicht nur deshalb, sondern auch dank des engen Austauschs mit unserem Tipp24-Kundenservice weiß sie, welche Fragen Lottospieler bewegen. Mit Begeisterung beschäftigt sie sich daher unter anderem mit der Frage nach dem großen „Was wäre wenn?“ und Tipps rund um Lotto, Steuern und Co. Mehr von Cindy …


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